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Psychotherapie-Fachbegriffe: Lexikon / Glossar

Welche Begriffe bedeuten eigentlich was?

Psycholog:innen und Therapeut:innen verwenden ein bestimmtes Vokabular. Für Sie als Patientin oder Patient häufig jedoch nicht klar zu verstehen. Hier in unserem Psychologie-Glossar / Lexikon erläutern wir Ihnen alle gängigen Fachbegriffe – für ein optimales Verständnis Ihrer Psychotherapie bei uns in Köln, Bonn, Düsseldorf oder Aachen.

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Das Abhängigkeitssyndrom beschreibt ein klinisches Bild, das durch psychische, kognitive und körperliche Störungen infolge des wiederholten Konsums psychotroper Substanzen gekennzeichnet ist. Typisch ist ein starkes, oft unkontrollierbares Verlangen (Craving) nach dem Suchtmittel sowie der Verlust der Kontrolle über Menge und Häufigkeit des Konsums.

Merkmale und Symptome

Betroffene vernachlässigen häufig soziale, berufliche oder private Verpflichtungen zugunsten des Substanzkonsums. Eine Toleranzentwicklung ist typisch: Die gewohnte Dosis reicht nicht mehr aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen – die Menge muss gesteigert werden.

Treten Entzugssymptome auf, wird die Substanz nicht zur Luststeigerung, sondern zur Vermeidung dieser unangenehmen Zustände konsumiert. Das Suchtmittel wird zunehmend zum zentralen Lebensinhalt, dominiert Denken und Verhalten.

Ursachen

Ein entscheidender neurobiologischer Faktor ist eine Dysregulation des Dopaminhaushalts im Gehirn. Dopamin spielt eine zentrale Rolle im sogenannten Belohnungssystem. Durch den ständigen Konsum kommt es zu einer Veränderung der Rezeptorenaktivität – die natürlichen Belohnungsmechanismen werden abgeschwächt, während die Reaktion auf das Suchtmittel verstärkt wird.

Häufig betroffene Substanzen

Zu den Substanzen, die ein Abhängigkeitssyndrom auslösen können, zählen unter anderem:

  • Alkohol

  • Nikotin (Tabak)

  • Cannabis

  • Kokain

  • Opiate und Opioide

  • Stimulanzien (z. B. Amphetamine)

  • Sedativa (Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine)

  • Halluzinogene

  • Lösungsmittel (z. B. Schnüffelstoffe)

Behandlung und Therapie

Die Behandlung eines Abhängigkeitssyndroms erfordert meist eine Kombination aus psychotherapeutischen Interventionen, medizinischer Unterstützung und sozialer Stabilisierung. Häufig kommen Verhaltenstherapie, Motivierende Gesprächsführung (MI) sowie medikamentöse Therapieansätze zum Einsatz. Wir informieren Sie gern weiter in unseren Fachzentren für Psychotherapie in Köln, Bonn, Düsseldorf und Aachen.

Die Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die meist bereits im Kindesalter beginnt. Sie äußert sich durch eine Kombination aus Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. In der Fachliteratur ist auch von der Hyperkinetischen Störung (HKS) oder dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom die Rede.

Symptome und Diagnosekriterien

Typisch für Kinder mit ADHS sind:

  • Konzentrationsschwierigkeiten, leichte Ablenkbarkeit

  • Impulsives Verhalten, Handeln ohne nachzudenken

  • Motorische Unruhe, Zappeln, ständige Aktivität

  • Stimmungsschwankungen und emotionale Überforderung

Diese Symptome müssen in mindestens zwei Lebensbereichen (z. B. Schule und Familie) über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bestehen und bereits im Vorschulalter beginnen, um die Diagnose zu stellen.

Ursachen

ADHS hat meist eine genetische Komponente, wird jedoch durch Umweltfaktoren wie familiäre Belastungen, schulische Überforderung oder psychosozialen Stress beeinflusst. Die Ausprägung der Störung ist individuell unterschiedlich.

Auswirkungen und Begleiterkrankungen

ADHS zählt zu den häufigsten Gründen für Lern- und Verhaltensprobleme bei Kindern. Oft treten Komorbiditätenwie:

  • Angststörungen

  • Depressive Verstimmungen

  • Borderline-Persönlichkeitsstörungen (vor allem im Jugend- und Erwachsenenalter)

Therapie und Behandlung

Die Behandlung von ADHS erfolgt in der Regel multimodal – also über verschiedene therapeutische Ansätze gleichzeitig:

  • Psychotherapie (z. B. Verhaltenstherapie)

  • Medikamentöse Behandlung (z. B. mit Methylphenidat)

  • Coaching und soziales Kompetenztraining

  • Enge Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und ggf. Jugendhilfe

Eine fundierte Diagnostik durch einen Kinder- und Jugendpsychiater ist essenziell, um die richtige Therapie festzulegen und andere Störungen auszuschließen oder zu berücksichtigen.

ADHS im Erwachsenenalter

Auch Erwachsene können unter ADHS leiden – wenn auch mit anderen Symptomen als im Kindesalter. Zu den häufigen Beschwerden zählen:

  • Innere Unruhe, Rastlosigkeit

  • Konzentrationsprobleme im Alltag oder Beruf

  • Begleitende Störungen wie Angst, Depressionen oder Essstörungen

Wir informieren Sie gern weiter in unseren Fachzentren für Psychotherapie in Köln, Bonn, Düsseldorf und Aachen.

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